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"Erzgebirge"

...befindet sich im Süden Sachsens.

Es ist 30-40 km breit und erstreckt sich in einer Länge von 140 km.
Der höchste Berg auf deutscher Seite ist der Fichtelberg mit 1214 m. Seinen Namen verdankt sich das Erzgebirge den Bodenschätzen, die hier seit dem Mittelalter abgebaut wurden. Aufgrund der reichen Erzvorkommen entwickelten sich hier zahlreiche Berg- und Hüttenstädte, die bis heute ihren urtümlichen Charme beibehalten haben. Beispiele sind Freiberg, Schneeberg, Annaberg und weitere. Ortsnamen im Erzgebirge entstanden aus ihrer Lage ( Wolkenstein, Wildenfels, Wiesental, Klingental,...), Namen von Tieren und Bäumen ( Ebersbach, Bärenstein, Buchholz,...), Bergbau ( Zinnwald, Auerhammer, Glashütte,...) und Personen ( Marienberg, Joachimstal, Dittmannsdorf,...).

Im Erzgebirge waren lange Zeit Ackerbau und Bergbau die einzigen Erwerbszweige, von denen die gesamte damalige Bewohnerschaft lebte. Die reichen Zeiten des Bergbaus lockten jedes Mal unzählige Menschen ins Erzgebirge. Um das Jahr 1500 war der Zustrom am Größten - es entstanden in 50 Jahren 11 Bergstädte. Jedoch wurden schon bald danach die Gruben ärmer und nach der Entdeckung Amerikas verloren die edlen Metalle weiter ihre Werte.
Aus dieser Situation resultierte, dass sich die Menschen nach anderen Erwerbszweigen umschauten. Das waren die Strohflechterei, die Spinnerei und Weberei, die Eisen- und Blechindustrie (Umgebung Schwarzenberg), die Steinindustrie (Granit, Basalt,...) und vor allem die Holzindustrie.
Hervorzuheben ist dabei die Spielzeugwarenfertigung. Ihren Ursprung hat sie in Seiffen, dessen Bewohner einst Zinnbergbau betrieben. Aus einer Nebenverdienstmöglichkeit, welche schnell hohen Absatz auf den Märkten fand ( um 1750), entwickelte sich das bis heute noch erhaltene erzgebirgische Holzkunsthandwerk.
Aus der damaligen Zeit des Bergbaus stammen auch die zahlreichen bekannten Motive.
Beispielsweise der Schwibbogen, welcher den Eingang eines Schachtes darstellt, der zur Weihnachtszeit von den Bergmännern mit Lichtern geschmückt wurde.



Mei Haamit

Dort wu de Walder singe
ihr uralt Haamitlied,
do wu an Bach in Sommer
is wille Rösel blüht,
do liegt in Barg un
Waldern mei Haamit wunnerschie.
Wann do is Herz nett
aufgieht, denn ka ich nett verstieh.

Do wu dr Star in
Frühjahr sei Kastel wiederfindt,
wenn hinner Busch un
Baamle dr letzte Schnee zerrinnt.
Wu drubn an Wald dos
Haisel vertraamt un aasam stieht,
wu miech als klaanes
Gungel mei Mutter hot behüt.

...
Saafnlob



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Präzision und Handarbeit aus dem Erzgebeirge

© Dieter Dost
letzte Aktualisierung: 06.11.2010